Singen ist gut für die Gesundheit!

Singen ist gefährlich! Dieses Gefühl bekommt man zur Zeit vermittelt.

Durch den stärkeren Luftstrom bei der Ausatmung fliegen die Aerosole in der ausgeatmetet Luft weiter. Viren usw. können sich daher schneller verbreiten und das Ansteckungsrisiko erhöht sich, wenn gemeinsam gesungen wird. Darum ist nun das gemeinsame Singen verboten.


Aber wir sollten das Singen trotzdem nicht gänzlich aufgeben, weil es viele gesundheitsfördernde Effekte hat. Wir sind zur Zeit auf psychischer und emotionaler Ebene sehr herausgefordert. Es ist also umso wichtiger, dass wir lernen uns durch die vielen negativen Nachrichten und all die Einschränkungen die wir momenten erleben, nicht zu sehr herunterziehen zu lassen. Wir müssen gut auf uns acht geben, sorge tragen zu uns selber, damit wir körperlich und emotional gesund bleiben. Es gibt viele Dinge, die uns dabei helfen können. Singen ist eine davon.


Viele der positiven Effekte des Singens sind auf die Atmung zurückzuführen. Beim Singen haben wir eine verlängerte Ausatmung. Dies bewirkt automatisch eine insgesamt tiefere und langsamere Atmung. Und dies führt zu einer Aktivierung des Parasympathikus. Das ist der Teil des vegetativen Nervensystems, der für unsere Erholung zuständig ist. Wenn der Parasympathikus aktiviert ist, dann sinkt unser Blutdruck, der Puls wird langsamer und die Muskulatur entspannt sich. Der Stoffwechsel wird angeregt und die Durchblutung gesteigert. Eine erhöhte Durchblutung wiederum verhilft z.B. zu einer besseren Konzentrationsleistung im Gehirn oder zu einer verbesserten Nährstoffversorgung in den Zellen im ganzen Körper.


Singen fördert die Produktion von Immunglobulin A, einem Antikörper, welches für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig ist. Singen stärkt also unser Immunsystem.

Durch das Singen werden auch verschiedene Hormone ausgeschüttet. Under anderem Endorphine, welche wie ein körpereigenes Schmerzmittel funktionieren und auch als Glückshormone bezeichnet werden, weil sie bei positiven Ereignissen ausgeschüttet werden und uns in eine Art Euphorie befördern können.


Nicht nur auf den Körper hat Singen einen positiven Einfluss. Auch auf unsere Psyche.

Musik wirkt im Gehirn direkt auf unsere Emotionen und kann diese positiv beeinflussen. Das geschieht beim Musik hören, verstärkt sich aber beim aktiven Musik machen oder eben auch beim Singen. Weiter werden unsere Erinnerungen getriggert. Wir verknüpfen Musik mit den Lebenssituationen in denen wir sie gehört haben. Darum erleben wir diese Erinnerungen mitsamt den darin enthaltenen Emotionen immer wieder neu, wenn wir diese Musik auch Jahre später wieder hören.


Schlussendlich drücken Lieder verschiedene Stimmungen aus; durch die Musik, aber auch durch die Texte. So können Lieder ganz gezielt ausgewählt werden, wenn eine bestimmte Emotion hervorgerufen werden will. Da können wir auch die Macht der Worte zu unseren Gunsten benutzen. Probiers mal aus: Singe ein Lied, welches ausdrückt, dass du stark bist, fokussiere dich auf die Worte und die Art der Musik (sie unterstützt die Worte) und du wirst eine Veränderung in deinem Körper spüren.


Hier sind ein paar Vorschläge von Liedern, die für diese Übung benutzt werden könnten. Gib mir doch eine kleine Rückmeldung, wie es dir ergangen ist.

- Fight Song von Rachel Platten

- Brave von Sara Bareilles

- Stronger von Kelly Clarkson

- Roar von Katy Perry

- This is me aus The greatest Showman

- Burn the ships von for King and Country

- Arise von Anja Lehmann

- I am amazing von Philippa Hanna

- You say von Lauren Daigle

- I raise a hallelujah von Jonathan und Melissa Helser


Das Singen in der Gruppe hätte auch viele positive Auswirkungen (Zusammengehörigkeitsgefühl, Spass, Empathie). Aber da wir dies im Moment nicht dürfen, lassen wir dieses Thema für einen nächsten Artikel ;-)


Lasst uns trotzdem weitersingen! Zu Hause hört ja auch niemand zu und dann ist vielleicht auch die Scheu etwas kleiner einfach mal draufloszusingen. Es kommt nämlich nicht darauf an, wie es tönt. Die positiven Effekte stellen sich so oder so ein. Man muss nur den Mund aufmachen!





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